© Heimatverein Altlandsberg e.V.

1856 - 1898  
Gescheiterte Projekte


1892 - 1898

 

Bahnhof Altlandsberg

1856

Die Ostbahn Berlin - Küstrin - Königsberg wird geplant und zwar über Altlandsberg, Buckow und Gusow. Die preußische Staatsregierung entscheidet jedoch, aus „Billigkeitsgründen die geradeste Linie" zu bauen „ohne Rücksicht auf verhältnismäßig unbedeutende Kleinstädte". Am 1. Oktober 1867 wird der Abschnitt Berlin - Küstrin eröffnet. Da er als „gerade Linie" ausgeführt wurde, bleibt Altlandsberg ohne Bahnanschluss und muss sich mit der 7 km entfernten Haltestelle Neuenhagen/Ostbahn begnügen.

1873

Die Direktion der Königlichen Ostbahn erhält vom preußischen Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten den Auftrag, Vorarbeiten für eine Bahnlinie von Berlin über Pyritz nach Stargard ausführen zu lassen. Der Bau einer Ringbahn um Berlin mit dem Teilstück über Hohenschönhausen, Altlandsberg, Strausberg und Möglin nach Wriezen wird aber für sinnvoller gehalten. Im Schatten des beginnenden Gründerkrachs wird auch das Vorhaben wieder zu den Akten gelegt.

1887
Vorarbeiten für eine „Sekundärbahn" Lichtenberg- Blumberg - Werneuchen werden in Angriff genommen. Altlandsberg wird trotz größter Bemühungen dabei nicht berücksichtigt, da diese Linie sich der seit 1867 bestehenden Strecke Berlin - Küstrin sonst zu sehr nähern würde. Diese „Wriezener Bahn“ wird gebaut, aber aufgrund des komplizierten Geländeerwerbs erst ab 1897.

1897
Im Spätsommer bricht der Altlandsberger Magistrat sämtliche Geschäftsbeziehungen mit dem Bauunternehmer Duhm ab. Neuer Partner der Stadt wird die 1893 gegründete Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft (ADKG), die bereits zahlreiche Neben- und Kleinbahnen im Deutschen Reich betreibt. Sie sagt Kapitalbeteiligung zu. Am 16. Dezember unterzeichnen der Altlandsberger Magistrat und die ADKG den Vertrag über die Einrichtung einer normalspurigen Kleinbahn von Hoppegarten nach Altlandsberg.

1898
Am 1. Juli gründet sich die „Altlandsberger Kleinbahn-Aktiengesellschaft". Ihr Kapital beträgt 365.000 Mark. Die Aktien werden vom preußischen Staat, von der Provinz Brandenburg, dem Kreis Niederbarnim, der Stadt Altlandsberg, einigen Bürgern der Stadt und Privatinteressenten gezeichnet. Der Bahnbau wird bereits im Frühjahr in Angriff genommen. Er wird vom Eisenbahn-Bau- und Betriebsunternehmer Philipp Balke aus Berlin im Auftrage der ADKG ausgeführt, der als Subunternehmer bis Ende 1899 auch den Betrieb der Altlandsberger Kleinbahn übernimmt. Am 2. August erteilt der Regierungspräsident in
Potsdam die Betriebskonzession. Am 3. Oktober wird in Anwesenheit von Vertretern der Preußischen Regierung, der Königlichen Eisenbahn-Direktion Berlin, der ADKG die Kleinbahnstrecke Hoppegarten (Mark) - Altlandsberg feierlich eröffnet.